Autor: valderama carlos
 Bombenstimmung im Hexenkessel Wilhelm-Langrehn-Stadion, Nordkurve, unmittelbar vor Spielbeginn Zugegeben:
Auf der Anfahrt zum Spiel überkamen mich schon gewisse Zweifel
an der Sinnhaftigkeit dieses Besuches in Garbsen, einem Ort, der
ansonsten vor allem bzw. ausschließlich für seine
Autobahnraststätte bekannt ist. Für Holstein geht es in
dieser Saison bekanntlich schon seit längerem um nichts mehr.
Die
Vorfreude auf ein Wiedersehen mit Ex-Holsteiner Andre
Breitenreiter, nunmehr Coach
des TSV Havelse war außerdem auch nicht sehr ausgeprägt.
Im
Stadion angekommen wurde jedoch schnell klar: Hier bin ich
richtig.
„Der TSV. Wie geil ist das denn?“ wurde schließlich auch
auf den Eintrittskarten verkündet und so wurden schnell
Erinnerungen an andere legendäre Nordderbys wie z.B. gegen den
SV Lurup (Oberligasaison 2007/2008) wach. Reges
Publikumsinteresse
(443 Zuschauer), bodenständiges Catering zu
zivilen Preisen (0,3 l Bier für 1,50€), angenehme
Temperaturen. Die Anzahl der eingesetzten Polizisten überstieg
die der Holstein-Fans zudem nur geringfügig.
 Vier Euro für das Stadionmenü (Nackensteak, Bier) bei Hans waren definitiv sehr in Ordnung Auch der Gästeblock
(Kennern auch als Bäckerei Langrehr-Tribüne bekannt) bot je
nach Laune die Möglichkeit sowohl des intensiven
Sonnenbadens als auch des gepflegten Chillouts im Schatten.
Schon die erste Halbzeit
war reich an Höhepunkten, so etwa zwei guten Chancen der
Gastgeber in der Anfangsphase, klaren Worte von
KSV-Schlussmann Frech an seine Vorderleute („Bist du doof?)
oder Durchsagen des Stadionsprechers („Andreas Buttschke
bitte zum Grill am Clubheim!“).
Das Tor des Tages konnte
Tim Wulff dann in der 59. Minute mit dem 1:0 für die KSV
markieren. Wie schon zwei Wochen zuvor in Halle erwies sich
seine Einwechslung als goldrichtige Maßnahme. Dieses Mal
brauchte er nur eine statt fünf Minuten bis zum Torerfolg.
Spektakulär ging es bis
zum Schluss weiter („Auch diese Auswechslung wird Ihnen
natürlich präsentiert von Stadtwerke Garbsen – Energie Tag
für Tag“), so dass man schließlich in bester Laune und mit
drei Punkten im Gepäck den Heimweg antreten konnte.
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