Autor: n.h.
 Gute Stimmung, zumindest schon mal im Holsteiner: NORA-Stadioncrew York Lange und Christian Panck (v. l.) mit Fanvertretern Kritik am "Showprogramm" im Holsteinstadion gab es schon länger und wurde auch schon vor knapp einem Jahr auf holstein-block.de thematisiert. Das Problem war bis jetzt allerdings: Bei den direkt Verantwortlichen kam davon gar nichts an. So war es dann ein nach dem Magdeburgspiel eröffneter Thread im Holsteinforum, der letztlich den Anstoß dazu gab, dass sich eine kleine Fan-Delegation mit den beiden Mikrofon-Männern York Lange und Christian Panck für einen Gedankenaustausch im Holsteiner traf. Wenn man ein Fazit für das gut zweistündige Gespräch in absolut freundlicher und konstruktiver Atmosphäre ziehen sollte: Schade eigentlich, dass man so ein Treffen nicht schon vorher gemacht hat.
So war die Neugier auf Seiten der Stadionsprecher, ein konkretes Feedback und Anregungen zu erhalten, mindestens genauso groß wie das Interesse von Fanseite, die größten "Ärgernisse" loszuwerden und andererseits zusammen mit der "Abteilung Stadionbeschallung" Möglichkeiten zu finden, die Stimmung im Stadion zu verbessern.
Sämtliche Anregungen von Fanseite wurden dabei mit offenen Ohren aufgenommen. So wird es bereits zum Altona-Spiel zu einer Reduzierung der generellen Lautstärke der Beschallung kommen. Das Problem war hier, vereinfacht gesagt, dass Christian als Mann an den Reglern unterm Stadiondach überhaupt nicht mitbekam, wie laut die Musik in den Blöcken teilweise dröhnte.
Was die Musikauswahl an sich angeht, so wurde darüber gesprochen, ob eine stärkere regionale Ausrichtung möglich wäre - z.B. in Form von Vorstellung lokaler Bands - oder gar Fans selbst einen Teil des Programms bestimmen - als gutes Beispiel wurde hier der FC Energie Cottbus genannt. Auch hier offene Ohren auf Seiten des KSV-"Medienpartners" NORA. York gab dabei zu bedenken, dass das Zeitfenster für "Wunschsongs" relativ klein sei, da es bestimmte feste Programmpunkte wie Mannschaftsaufstellungen oder die - unumstrittene - Einlaufmusik gäbe und die NORA-Crew natürlich auch gewisse Vorgaben seitens des Vereins erfüllen müsse. Wie eine Songauswahl von Fanseite konkret ausgestaltet sein kann, wird ein Thema für die nächsten ein bis zwei Wochen sein, was sowohl zwischen Fanrat und NORA auf der einen Seite als auch natürlich allen interessierten Fans auf der anderen Seite diskutiert werden soll. Idealerweise gibt es dann zum Oberneuland-Spiel schon so etwas wie einen ersten "Testlauf".
Weitere Punkte wurden andiskutiert, z.B. ob es eine gute Idee wäre, dass bei jedem Kieler Tor ein Wunschsong des jeweiligen Schützen gespielt wird. Oder wie man vor dem Spiel einen guten Spannungsbogen oder auch die Mannschaftsaufstellung druckvoller hinbekommt. Oder dass die Musik bei einer Siegesfeier mit der Mannschaft nach dem Spiel runtergepegelt wird oder es andererseits so etwas wie ein "Siegessong" geben soll.
Der Gesprächsfaden zwischen Stadioncrew und Fans ist auf jeden Fall hergestellt und soll auch in Zukunft nicht abreißen. Und der Schreiber von holstein-block.de fühlt sich sowieso, als wäre Geburtstag und Weihnachten auf einen Tag gefallen, da sowohl "Ladi-ladi-ladiooooh", "Put your hands up in the air" als auch ein gewisser Ottawan-Coversong nicht mehr zum Standardrepertoire des DJs gehören. Wobei man über letzeren Song nach einhelliger Meinung aller Anwesenden durchaus nochmal reden könnte, wenn Holstein mit Falko Götz zweitklassig geworden ist.
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