Autor: n.h.
 Tore schmecken sicher besser: Michael Holt im Spiel gegen FL08 Flensburg 08 lud zur 100-Jahr-Feier und erwies sich als guter Gastgeber. Und damit ist nicht nur gemeint, dass es den Gästen allzu leicht gemacht wurde, sieben Tore zu schießen. Sondern auch, dass man sich darüber freuen konnte, auf einer Auswärtsfahrt mal nicht als lästiges Sicherheitsrisiko gesehen zu werden - keine Taschenkontrollen, keine Ordnungskräfte - dafür Auswahl zwischen "Hotdog dänisch" (lecker) oder "Hotdog gebraten". Ganz nebenbei: warum ist eigentlich das Stadion-Catering fast überall besser als im Holsteinstadion, egal ob der Gastgeber TSV Russee, Flensburg, Cloppenburg oder Rot-Weiß-Essen heißt?
Fußball wurde auch gespielt: in der ca. 16. Minute war Flensburg das erste Mal im Kieler Strafraum, Kurz vor der Pause wurde sogar eine Ecke herausgeholt. Ansonsten spielte sich das Geschehen zwischen Mittellinie und Flensburger Tor ab, wobei Jan Hoffmann in der ersten Halbzeit nicht nur einen lupenreinen Hattrick hinlegte, sondern auch das 0:3 in der 23. Minuten nach schöner Einzelaktion sehenswert ins rechte obere Eck donnerte.Nach der Halbzeitpause, in der man idealerweise eine Besichtigung der wirklich riesigen Stadiontoilette gemacht hatte, geriet dann allerdings der Tormotor etwas ins stocken, was nicht unbedingt an den zu wenigen Chancen lag.
Zwar machte Guscinas (nach Vorlage vom ebenfalls eingewechselten Holt) in der 63. Minute das 5:0; zwei Minuten später dann aber die Mario-Gomez-gegen-Serbien-Gedächtnisminute: Holt, praktisch freistehend, verzieht aus kürzester Distanz übers Tor. Und ein paar weitere versemmelte Chancen, bei denen der Torhunger nicht gestillt und stattdessen ins Trikot gebissen wurde. Was ist mit dem Jungen nur los - solche Dinger hat er letztes Jahr noch reihenweise reingemacht?
In der 89. Minute machte Holt dann wenigstens doch noch einen eigenen Treffer zum 0:7, nachdem Guscinas kurz zuvor (Holt auch nicht unbeteiligt) zum 0:6 abstaubte. Festzuhalten ist noch, das der griechische Testverteidiger Exouzidis einen soliden Eindruck hinterließ, natürlich aber auch nicht sehr gefordert wurde, und Großömichen endlich nach auskurierter Verletzung wieder auf dem Platz stand und seine Sache ebenso gut machte.
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