Autor: n.h.
 Aua. Kaum ist man mal ein paar Tage im Urlaub und schon stapeln sich die blau-weiß-roten Nachrichten, die jeweils Stoff genug für einen Artikel auf holstein-block.de ergeben hätten. Am unspektakulärsten ist dabei noch das Unentschieden gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC Berlin, das glücklicherweise die bösen Vorahnungen des Schreibers nicht ganz bestätigte, aber dennoch eine teilweise geringe Frusttoleranz manch eines Anhängers offenbar werden ließ. Dass sich in Berlin wieder zeigte, dass der Holsteiner Sturm Probleme hat, Chancen zu verwerten, hat allerdings keinen großen Neuigkeitswert.
In einer ganz anderen Nachrichtenliga spielt da natürlich die Überschrift "Holsteinfans zünden Haus an", wobei die erste Meldung im Holsteinforum in diese Richtung fälschlicherweise für ein Scherz gehalten wurde, die zitierte Überschrift auf kn-online.de im Endeffekt aber tatsächlich ein Lacher war, wie sich später nach und nach herausstellte.
Die bemerkenswerteste Nachricht dieser Tage findet sich hingegen in Form einer Stellungnahme der KSV Holstein zum Thema "Fans". Wer hier reflexartig Altbekanntes erwartete, wurde überrascht. Und zwar positiv.
 Verschwommene Message Fast schon im Stil eines politischen Manifests geschrieben (Textautor Jürgen Weber?) stellt die KSV unmissverständlich klar, dass man bei Straftaten durch Anhänger mit den den Sicherheitsorganen kooperiere und dabei auch eigene Sanktionsmöglichkeiten ausschöpft. Was bekannt und auch selbstverständlich ist. Ergänzt durch das Statement, dass Anhörungen im Einzelfall stattfinden werden - was bereits im Januar zugesagt wurde. Wirklich neu ist allerdings, dass sich der Verein offensiv gegen sensationsgeile Pauschalisierungen der Fanszene seitens einzelner Presseerzeugnisse wehrt - laut Holstein-Forum wurde in einer ersten Fassung der Erklärung dabei sogar namentlich auf die Berichterstattung der Nordsport Bezug genommen. Bei dieser nur spärlich mit diplomatischem Lametta kaschierten Prügel Richtung Presse kann auch holstein-block.de eine gewisse Genugtuung nicht abstreiten. Wobei hier traditionell noch weniger Lametta zum Einsatz kommt. Und im Holsteinforum sind die Meinungen zur KSV-Stellungnahme entsprechend einhellig & positiv.  Klare Message Es bleibt zu hoffen, dass die aktive Fanszene ihrerseits zeigt, dass der Verein sich zu Recht demonstrativ hinter sie gestellt hat und klare Grenzen zwischen leidenschaftlichem Support und vereinsschädigendem und/oder strafrechtlich relevantem Verhalten zieht. Sonst steht der Verein mit seinem Vertrauensbeweis nämlich reichlich blöde da.
Bei aller Kritik an der Presse: der aktuelle Bericht der KN zum Thema Vollmann und Stürmersuche hat Informationswert. Insbesondere die "Causa Steffen Schneekloth" - Doppelfunktion Spielerberater und KSV-Berater - wird durch das zitierte Gerücht, dass Schneekloth die Verpflichtung des SVW-Topstürmers Wojciech Pollok vor Saisonbeginn mit der Begründung vereitelte, dass Pollok die Klasse fehle, neu belebt.
Was an diesem Gerücht dran ist oder an jenem, das man so "am Spielfeldrand" aufschnappt, dass der Spielerberater nicht gerade amused sei, dass sämtliche Neuzugänge voll bei Holstein "einschlagen" (kein "Schneekloth-Spieler" darunter!), ist eine Frage, die hier nicht beantwortet werden kann.
Was hingegen aber klar ist: Wenn ein Bundeskanzler oder Minister kurz nach seiner aktiven Amtszeit in Diensten eines Unternehmens steht, das nicht unerheblich von Entscheidungen des vormaligen Amtsträgers profitiert hat, dann hat dies für die interessierte Öffentlichkeit "Geschmäckle", wie man im Schwabenland so niedlich sagt. Bei Holstein hingegen geht so etwas sogar gleichzeitig, was natürlich reichlich Platz für kontraproduktive Spekulationen und Interpretationen lässt.
Sollte allerdings das "Pollok-Gerücht" nicht nur eine zielgerichtete Stichelei eines konkurrierenden Beraters sein - Holstein wäre spätestens dann gut beraten, sich anderweitig professionellen sportlichen Rat zu holen.
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