Autor: Jane_Doe
 Mazingu-Dinzey (KSV-Pressemappe) „Konsequent.“
„Endlich.“
So lauten die fast einstimmigen Reaktionen im Holstein-Forum auf die Meldung der
Holstein Homepage über den Weggang Michél Mazingu-Dinzeys.
Bedauern äußern die Allerwenigsten.
Erst zur Oberligasaison 07/08 von St. Pauli nach Kiel
gewechselt, wird er nun dem Kader nicht mehr zu Verfügung stehen. Der Vertrag
wird vorzeitig zum 30.06.08 aufgelöst, Mazingu-Dinzey erhielt laut den Kieler
Nachrichten eine
Abfindung. Aus „privaten, familiären Gründen“, so liest man. Wenn dies stimmt,
dann von dieser Stelle privat alles Gute – wenn dies lediglich vorgeschoben
ist, dann an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten.
In den heutigen Kieler Nachrichten begründet Vollmann die beidseitige Entscheidung
damit, dass Mazingu-Dinzey nach
gesundheitlichen Problemen nicht mehr den Anschluss gefunden habe. Dass er, der
in Hamburg lebt, niemals menschlich in Kiel angekommen sei, wurde gegenüber den
KN jedoch nicht bestätigt.
Michél Mazingu-Dinzey erreichte am Millerntor schon fast
einen Heldenstatuts. Dies lag vielleicht daran, dass er im DFB-Pokal recht
erfolgreich spielte und mitverantwortlich für den Aufstieg in die 2. Liga war.
Aber wohl auch ganz sicher daran, dass der Herzblut-St. Paulianer als fannah, zugänglich
und überaus sympathisch gilt. Das Hamburger Abendblatt beschrieb einmal seine
Spielleistung so: „Der Mann ist phänomenal. Als er in der 80. Minute den Rasen
verließ … , erhoben sich am Millerntor alle Zuschauer. Die Huldigungen hatte er
sich mit zwei Toren verdient.“
Ja, woran lag es nun, dass er in Kiel nie so richtig Fuß
fasste? Es bleibt Spekulation.
Fakt ist hingegen, dass Mazingu-Dinzey in dieser
Oberligasaison bisher auf 9 Ligaeinsätze und einen Pokaleinsatz gegen den HSV kam, wobei er nur beim – hier nicht näher zu kommentierenden – Spiel gegen die
2. Mannschaft des VfB Lübecks durchspielte und insgesamt 1 Tor schoss. Zuletzt
saß er nur auf der Bank.
Insofern ist die Entscheidung, sich – einvernehmlich – auf eine
Vertragsauflösung zu einigen auch aus sportlicher Sicht richtig und konsequent.
Und – mit Blick auf Dame Diouf, von dem man sich schon in der Winterpause frühzeitig
trennte – auch überfällig.
 Der (Wett-)Verlust hält sich in Grenzen ©Konstantin Gastmann/PIXELIO Mazingu-Dinzey reiht sich damit leider nahtlos in
eine relativ lange Reihe von Spielern ein, die – mit oder wegen eines großen
Namens – nach Kiel geholt wurden und hier niemals ihre Leistung abriefen.
Und nun verlässt Mazingu-Dinzey also unsere KSV. Wobei man
sich vielleicht an dieser Stelle fragen muss, ob man überhaupt etwas verlassen
kann, bei dem man niemals angekommen ist? Auch (weg-)gehen ohne überhaupt
wirklich da gewesen zu sein, macht wenig Sinn. Hm…
Vielleicht wäre tatsächlich richtiger: „Mazingu-Dinzey fährt nicht mehr
zwischen.“ Aber das klingt gleich auch so hart.
Vielleicht hat es einfach nicht gepasst. So muss die Schreiberin
von Holstein-Block.de nun ihre Wettschulden von 5 Bier einlösen, da sie nach
der Vorbereitung kurzzeitig davon überzeugt war, dass Mazingu-Dinzey 10 Tore
für Holstein schießen wird. Tja. Aber da wäre noch die Wette mit einem St.
Paulifan, der vor der Saison davon überzeugt war, dass Mazingu-Dinzey ganz
sicher nicht zur KSV wechseln würde. Dafür gibt es immer noch 2 Bier. 5 Bier
minus 2 Bier, sind 3 Bier „Miese“.
Trotzdem selbstverständlich alles Gute für die private sowie
berufliche Zukunft.
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