Autor: n.h.
 Monopteros im Schlosspark von C.F. Hansen 1796 (Bild:wikimedia) Ganz großes Verständnis dafür, dass man der "Rose zwischen Nord- und Ostsee" (80er Jahre Werbeslogan) einen Besuch abstatten möchte. Schöne Stadt! Da ist natürlich an erster Stelle der Schlosspark am Großen Eutiner See zu nennen, wo es super Plätze gibt, wo man mit ein paar Kumpels ein freundliches Flüssig-Picknick veranstalten kann oder auch merkwürdig riechende Zigaretten von der ortsansässigen Jugend verkonsumiert werden.
Nett auch die Brauerei am Markt - lecker Rotbier! Gerade in der Weihnachtszeit sind seit einigen Jahren auch die Lichtinstallationen sehenswert. Und obwohl sich die Eutiner Stadtpolitik mit West- und Kerntangente seit Jahren redlich abmüht, die Landschaft um Eutin zu verschandeln, gibt es (noch) Natur, die zu längeren Spaziergängen einlädt.
Der Schreiber von holstein-block.de sieht auch prinzipiell nicht die westliche Wertegemeinschaft bedroht, wenn eine etwas heikle Gemengelage aus Pubertät, Alkohol, Hasch und Gruppendynamik in Eutin dazu führt, ein wenig Scheiße zu bauen.
So weiß der Schreiber aus sehr sicherer Quelle zu berichten, dass es bereits Mitte der 80er Jahre in Eutin Vorkommnisse mit Jugendlichen gab, die in der Gruppe mit Gleichaltrigen nach entsprechendem Alkoholkonsum den Harten gemacht haben. Exemplarisch nennen wir dabei einfach mal zwei Gruppen:
Bei Gruppe Eins handelte es sich um einen einigermaßen verkifften und versoffenen Haufen, der das Abbrechen von Mercedessternen oder das Schänden von Ehrenmalen als revolutionäre Tat feierte. Darunter waren auch einige Eutiner Jusos (inklusive ihres leicht grenzdebilen Vorsitzenden).
Bei Gruppe Zwei handelte es sich um Moislinger Fascho-Glatzen und ähnliches Gesocks, das bei Auswärtsspielen des VfB Lübeck als Trittbrettfahrer die jeweilige Antifa-Dorfjugend nicht wirklich zu Unrecht auf den Plan rief. In Eutin - Auswärtsspiel gegen die glorreiche Eutiner SV von 1908 - versuchte dann dieser Mob u.a. das Eutiner Jugendzentrum anzugreifen, weil dort der "Gegner"vermutet wurde.
Während Gruppe Eins allerdings der Eutiner SPD keine Schande bereitete, da bis zu diesem Artikel niemand ahnte, wieviel Mist unter Juso-Beteiligung gebaut wurde, werden manch einem Alt-Eutiner zum VfB-Lübeck bis heute vor allem die peinlichen Auftritte des Anhangs in Eutin in den 80ern einfallen.
Also, liebe Eutin-Besucher vom 3.12.08: Das ist ja alles schön und gut dass die Presse lügt und Fußballfans keine Verbrecher sind. Aaaaber: Erstens wäre es toll, nicht erst in Eutin den Harten zu markieren und dann im Holsteinforum oder der KN-Kommentarspalte rumzujammern, wie böse die Welt doch ist.
Aber zweitens, noch viel wichtiger: In einer Situation, wo sich die KSV Holstein auch im aktuellen Stadionheft hinter ihre aktiven Fans stellt und sich viele Holsteinfans auf das kommende Landesderby freuen, solltet ihr Euren Quatsch bitte (bitte!) unter anderem Namen laufen lassen. Also nicht "Fans der KSV Holstein" vs. "Fans des VfB Lübeck" vs. "FC St-Pauli-Fans" oder ähnliches.
Wie wäre es z.B. mit "Schwentigers" gegen "Lübrothers"? Und alle gegen die "Kiezterroristen"?
Und dazu dann einen Dokumentarfilmer einladen, damit wir alle (und gerade Ihr!) dann auch in 20 Jahren noch was zu lachen haben?
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