Autor: n.h. "Ist das Euer Ernst?!? - Relativ verhalten war zunächst der Empfang der Mannschaft durch das Kieler Publikum. Es gab im Vorfeld auch Stimmen, die im Gegensatz zum (großartigen) Kommentar von KN-Schreiber Gerhard Müller oder auch hier auf holstein-block.de der "Meuterei" der Mannschaft sehr kritisch gegenüber standen oder vielleicht noch stehen. So war es denn der Stadionsprecher, der vor dem Einlaufen der Mannschaften ein wenig rummeckerte, dass das noch alles viel zu leise wäre - und war damit sogar erfolgreich. Dass es gegen Ende der Partie zeitweilig mal wieder richtig laut wurde, lag indes an einem nicht unbedingt schönen, aber bis zur letzten Sekunde packenden Spiel, in dem das Holsteiner Team einen großartigen Einsatz zeigte und am Ende mit einem dreckigen Dreier belohnt wurde.
Holstein dominierte am Anfang das Spiels klar: Vor den Heimblöcken sah man einen Angriff nach dem anderen auf das Heidenheimer Tor. Ausgerechnet in einer Phase, wo die Gäste besser ins Spiel kamen, fiel dann das Heidenheimer Eigentor unter Vorarbeit von Marco Stier und Florian Meyer. Auffällig nach Ansicht vieler Beobachter, dass gerade Spieler wie Alexander Nouri oder Marco Stier, die zuletzt die Bank drückten oder durchwachsene Leistungen zeigten, eine deutlich bessere Vorstellung als zuletzt ablieferten.
Nach der Pause war fast nur noch Heidenheim am Drücker, von Kieler Seite gab es nur noch selten Entlastungsangriffe zu bestaunen. Ab der 69. Minute dann Holstein nur noch zu Zehnt, da der Schiri entschied, dass es nicht die Hand Gottes war, die einen Heidenheimer Angriff abwehrte, sondern die von Verteidiger Lamprecht. An der Entscheidung, keinen Elfmeter zu pfeifen, hatte das Kieler Publikum freilich nichts auszusetzen - schließlich schlug "Lampe" den Ball ja auch nahezu außerhalb des Sechzehners aus der Gefahrenzone raus. Was folgte war ein gut 25 Minuten dauernder Abwehrkrimi, bei dem es Ende sowohl 2:0 als auch 1:1 hätte stehen können. Und wenn die Stimmung anfangs noch verhalten war, so wurde das Team noch lange nach Abpfiff lautstark gefeiert. Gerne wieder.
Und während der Mannschaft eine riesige Last von den Schultern gefallen zu sein schien, so ist auch am Spielfeldrand zumindest in einem Punkt Entspannung zu vermelden: Auch wenn der gefundene Kompromiss zwischen Fanszene und Vereinsführung in der "Zaunfahnenfrage" mit maximal 80cm hohen Zaunfahnen vor den Blöcken I und J und Befestigungsmöglichkeiten für Fahnen und Choreos unterm Dach niemanden Freudenluftsprünge machen lässt und auch in Einzelfällen vorhandene Zaunfahnen weiterhin nicht aufgehängt werden können, so ist der akute Konflikt wegen der Zaunfahnen unter aktiver Mitwirkung von KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke vom Tisch. Dafür allen Beteiligten ein Dankeschön von dieser Seite, dass diejenigen Lügen gestraft wurden, die meinten, man könne mit bestimmten Fans nicht reden.
Ein Dankeschön von dieser Stelle auch noch an jene sehr freundliche Spielermutter, die vorm Holsteiner noch eine Runde geschmissen hat. Das kann gerne zur Tradition werden, dass Spieler ihre Mütter zum Feiern von Heimsiegen mitbringen. Also z.B. am 2. Oktober, Freitagabend, mit Flutlicht. Die Vorfreude wächst.
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