Autor: n.h.
 Demoaufruf der Supside Seit den Vorkommnissen am Rande des Ingolstadt-Heimspiels, als die unerlaubt über der Sinalco-Werbebande Zaunfahne der Supside auf Betreiben des Vereins gewaltsam entfernt werden sollte und dabei stark beschädigt wurde, brodelt es in der Holsteiner Fanszene. Aufgrund des englischen Woche, wo große Teile des Holstein-Trosses in Unterhaching eingebunden waren, hat es bisher vom Verein keine Stellungenahme zu den Vorfällen gegeben. Im Zuge eines Pressegespräches zum bevorstehenden Jena-Spiel war zu hören, dass da wohl noch was kommen soll.
Bereits am Montag gab die Supside bekannt, dass sie zu einer Fandemo unter dem Motto "ES REICHT! - Demonstration gegen Willkür und Repression der Sicherheitskräfte!" am kommenden Samstag um 11 Uhr (Rathausplatz) aufruft. Aus Richtung Supside ist dabei zu hören, dass es nicht darum gehe, einen Crashkurs mit dem Verein zu verfolgen, sondern dass man weiterverhandeln wolle. Absoluter Knackpunkt sei aus Sicht der Ultras und großen Teilen der aktiven Fanszene dabei allerdings die Person des KSV-Sicherheitsbeauftragten, zwischen dem im wahrsten Sinne des Wortes das Tuch zerrissen sei.
Beim im Holsteinforum veröffentlichten Aufruf bitten die Organisatoren um Nüchternheit und besonnenes Auftreten. Unabhängig davon, ob man die Demo an sich für inhaltlich zielführend hält, um einer Lösung des seit Jahren schwelenden Konfliktes in der Zaunfahnenfrage näher zu kommen, kann man sich dieser Bitte nur anschließen.
Angesprochen auf die Verwerfungen zwischen Verein und Fanszene, die beim letzten Heimspiel ihren traurigen Höhepunkt hatten, sprach Götz beim erwähnten Pressetermin von einer schwierigen Situation für die Mannschaft, da man die Fans von der ersten bis zur letzten Minute brauche. Er bat darum, die Konflikte außerhalb der 90 Minuten zu lösen, wo es darum ginge, die Mannschaft anzufeuern. Sowohl Götz als auch der ebenfalls anwesende neue KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke sprachen davon, dass man "dialogbereit" sei.
Sollte die Demo dazu führen, dass die Wichtigkeit eines ergebnisorientierten "Dialoges" mit der Fanszene allen Beteiligten im Storchennest noch deutlicher vor Augen geführt wird, als dies offensichtlich in der Vergangenheit der Fall war, dann wäre sie sicher eine gute Sache. Zu hoffen ist indes auch, dass die KSV Holstein in ihrer Erklärung nicht aus kurzfristigen und kurzsichtigen wirtschaftlichen Erwägungen heraus die Konfrontation mit den aktivsten Fans forciert und nicht eine ähnlich naive ökonomische Denke, die die Wirtschaft insgesamt in die Krise führte, auch die KSV in unruhiges Fahrwasser führt.
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