Autor: n.h.
Genau 40 Jahre nach der ersten Mondlandung betrat Falko Götz zum ersten Mal einen Holsteiner Fanabend und traf dabei ebenso wenig wie Neil Amstrong auf Außerirdische. Sondern stattdessen auf gut 80 Holsteinfans, die trotz des recht kurzfristig anberaumten Termins den großen Tagungsraum der Stadiongastronomie füllten. Während das Apollo-Programm allerdings als "Großer Schritt für die Menschheit" ziemlich floppte, stellte der Kieler Trainer klar, dass sein sportliches Konzept auf eine nachhaltige Weiterentwicklung des jetzigen Kaders sowie der Ausbildung in den Jugendteams setzt und er zumindest Holstein "auf einem guten Weg" sieht.
Nach der Vorstellung der neuen Spieler, des relativ neuen Trainers und seines Assistenten Andreas Thom gab es auf dem von KSV-Medienkoordinator Patrick Nawe moderierten Abend dann die Möglichkeit für Fragen aus dem "Plenum", was dann dieses Mal auch besser genutzt wurde als auf dem letzten Fanabend.
Angesprochen auf ein "Fazit" der bisherigen Vorbereitung gab Götz zu verstehen, dass noch nicht der richtige Zeitpunkt sei, ein Fazit zu ziehen, da nach der kurzen Sommerpause für die kommende lange Saison die Vorbereitung längst noch nicht abgeschlossen sei. Götz bat die Fans um Geduld, dass man vielleicht erst ab dem 4. oder 5. Spieltag "90 bis 100%" der Leistungsfähigkeit erreiche. Als Punkte auf der To-Do-Liste nannte Götz auf Nachfrage die "Abschlüsse" von Angriffen, wo neben dem Üben von Flanken auch "Entschlossenheit und Selbstvertrauen" auf dem Lehrplan stünden.
Auch einzelne Personalien wurden angesprochen: So habe man sich von Velimir Grgic (der nach Saarbrücken geht) eine bessere Torausbeute versprochen, man sei aber letztlich im Guten auseinandergegangen. Jan Sandmanns Vertrag läuft noch bis 2010 und derzeit macht der dauerverletzte Verteidiger quasi eine Art Praktikum in verschiedenen Bereichen des Vereins, wo er sich im Jugendbereich oder im Scouting nützlich mache - spätere feste Aufnahme ins "Funktionsteam" nicht ausgeschlossen. Dimi Guscinas, dem eine hohe Identifikation mit dem Verein bescheinigt wird, kommt vermutlich auch in der kommenden Saison eine Jokerrolle zu, die er in der Aufstiegssaison gut ausgefüllt habe.
Da mehrmals zuvor aufgeschobene Fanabend vor allem dazu diente, Fans, neue Trainer & Spieler einander vorzustellen und weder das für Fanfragen zuständige KSV-Aufsichtsratsmitglied Jürgen Weber anwesend war (hat derzeit sicherlich auch andere Sorgen!) noch akute Sicherheitsfragen auf der Tagesordnung standen spielte "Fanpolitik" im weitesten Sinne keine Rolle. Lediglich bei dem Gerücht, dass der Eintritt für das Testspiel gegen Kopenhagen 9 Euro betragen soll, entzündete sich kollektiver Unmut. Sollte es sich dabei nicht nur um ein Gerücht handeln, dann allerdings auch völlig zu Recht.
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