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 Russische Choreo, Teil 1 Irgendwann nach diversen Kontrollen erreichten wir dann auch den Deutschen Block. Ca. 1.500 bis 2.000 Deutsche waren vor Ort, die Anzahl an Szeneleute und Neckermänner waren wohl 2 Drittel Neckermänner, 1 drittle Szene. Trotzdem traf man die ein oder andere bekannte Nase, die den Weg nach Moskau gefunden hat. Gänsehaut gab es dann bei der Russischen Hymne, die Melodie weiß sowieso zu gefallen und sie wurde mehr als laut vom Russen gesungen. Das Stadion ist ne klasse Schüssel, in der normalerweise auch Spartak und Torpedo ihre Heimspiel austragen. 75.000 durften heute rein in das 84.745 fassende Rund. und immer wenn der Deutsche Block was singen wollte gab es ein Pfeifkonzert vom Russen. Zum spiel brauch ich nichts zu sagen wisst ihr doch eh! Starkes Spiel unserer Jungs aber die Russen waren auch sehr gut. Nach dem Kick wurde das Stadion nur Blöckeweise raus gelassen und, welch Wunder, wir waren die letzten die nach ca. 1 Stunde Blocksperre gehen durften. Wir wären bald wahnsinnig geworden, dank der russischen Zeichentrickfilme, die sie über die Anzeigetafel in extremer Lautstärke gezeigt haben. Der Rückweg mit Metro wurde dann wieder die alte Taktik gefahren, schließlich waren die meisten Deutschen mit Bussen und Taxen am Stadion, die sie sicher wieder in ihr Hotel brachten und kaum einer wollte mit der Metro zu fahren.
 Russische Choreo, Teil 2 Aber überall war soviel Miliz, da konnte rein gar nichts passieren. Beachtlich das Spießrutenlaufen zur Metrostation. Dort musste man einen ca. 1km langen Spalier zum Eingang der Station entlanggehen, rechts und links Schulter an Schulter Milizsoldaten der Spalier nur ca. 1,5 m breit. hätte es da den einen oder anderen Gesang, Schlachtruf oder sonstige Auffälligkeit gegeben, wären so einige gute Holzknüppel zum Einsatz gekommen! Auch den Weg durch die dunkle Wohngegend zum Hotel haben wir überlebt ohne angegriffen zu werden und ähnliches, so dass wir nun wieder in der Hotelbar mit den anderen Deutschen alle Register ziehen konnten. Diesmal ging es dann wieder deutlich länger als bis um Mitternacht. So verabschiedeten wir uns nach zahlreichen Getränken und Gesängen, ohne dass die Miliz eingriff gegen 1 oder halb 2 ins Hotelzimmer bis die Albernheiten in friedliche Schnarchgeräusche übergingen ...!
Am nächsten morgen gab’s dann noch mal reichlich Buffet, ehe es via Bus, Metro und Schnellzug zum Flughafen ging. Mit an Bord noch Roy Präger, Mirko Votava, Frank Baumann, Stefan Beinlich, Manni Kaltz und Dieter Eilts, letzterer saß quasi neben mir und war sehr vertieft in den Roman "Tante Inge haut ab", das aber nur am Rande!
M.B.
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