Autor: n.h.
 Christian Wück (am Dienstagabend) Nützt ja nix: Natürlich hätte man auch sehr gut damit leben können, dass Torsten Fröhling nicht nur den "Übergangscoach" der Drittligamannschaft macht. Die Sache ist aber anders entschieden worden, und so macht es zweitens keinen Sinn, da auch nur einen Augenblick mit Meckern zu verschwenden und Erstens heißt man den neuen Mann, Christian Wück, herzlich willkommen.
"Christian Wer?!?" dachten sicherlich viele, als Montag gegen 18:30 die Nachricht von der Verpflichtung Wücks die Runde machte. Und auch beim Schreiber klingelte es nicht wirklich bei dem Namen, erst durch den Zusatz "mit Ahlen aufgestiegen" machte es leise "Plop" in den grauen Zellen. Nach einer ersten Google-Recherche, einer eingehenden Lektüre der Webseite(n) des bloggenden und twitternden Neutrainers und spätestens nach der am Dienstag abend angesetzten Presserunde fragt man sich: "ja, warum eigentlich nicht?".
Immerhin schon einen Aufstieg geschafft, glücklicherweise keine prominente Diva (sowas brauchen wir hier wirklich nicht mehr!) sondern gut geerdet und anscheinend auch mit der Fähigkeit ausgestattet, einen Dialog offen und geradeaus führen zu können. Schaun wir mal.
Die ersten Erfahrungen in und mit Kiel waren zumindest aus des Trainers Sicht positiv: Beim Spiel gegen Stuttgart habe er - aus K-Block Perspektive - eine gute und positive Stimmung bei den Fans ausgemacht und der erste Arbeitstag als Trainer sei zwar stressig gewesen, die erste Kontaktaufnahme mit der Mannschaft sei aber aus seiner Sicht positiv verlaufen. Der gebürtige Unterfranke, dessen Familie Bielefeld als Lebensmittelpunkt hat und erst einmal auch behalten wird, wird sich in Kiel eine ausreichend große Bleibe suchen, damit auch Frau und Kinder mal urlaubsmäßig nach Kiel kommen können. Späterer Umzug nicht ausgeschlossen.
Seine Spielphilosophie, ausgerichtet an einem 4-3-3 System, sei es "einfach, schnell & zielstrebig" zu spielen. Zumindest in Ahlen war er damit erfolgreich, die Trennung im März dieses Jahres aus Sicht vieler Ahlener Fans damals ziemlich überraschend und kurios.
Von Seiten der Holstein-Verantwortlichen heißt es, dass die Vorstellungen bezüglich der "strategischen Weiterentwicklung des Projektes 2.Liga" mit denen von Wück übereinstimmen würden. Und so kündigte Wück auch an, dass eine enge Verzahnung mit dem Nachwuchsbereich ein Schwerpunkt seiner Arbeit sein wird.
Das Stichwort "enge Verzahnung" fiel anschließend nach dem Pressegespräch auch im Hinblick auf das Verhältnis Mannschaft & Fans - der anwesende Fanbeauftragte rannte sperrangelweit aufstehende Türen ein, als er beim neuen Übungsleiter ein erstes "Kennenlernen" mit der Holstein-Fanszene anregte. Davon wird dann sicherlich auch an dieser Stelle wieder zu lesen sein.
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