Holstein Kiel
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90 Minuten
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23. Mär 10 |
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Untrainierbar. Überbezahlt. "Soft-Profis". "Trainer fressendes Monster". Wenn es denn noch eines letzten Anreizes für die Mannschaft bedurft hätte, Unterhaching am Mittwochabend zu Klump zu schießen, dann wäre dieser mit dem bemerkenswert populistischen Kommentar von Andreas Geidel in den Kieler Nachrichten vom Montag gegeben gewesen. Aus den Reihen der "Aktiven" in den Fanblöcken ist indes zu hören, dass man die Mannschaft, die zuletzt in Heidenheim restlos enttäuschte, weiterhin positiv anfeuern wird - was beim traditionell kritischen Kieler Publikum nicht unbedingt selbstverständlich ist. Vermutlich ist sowohl das Zuckerbrot (von den Fans) als auch die Peitsche (von der größten Tageszeitung des Landes) hilfreich, damit die kickenden Holsteiner wieder an die guten kämpferischen Leistungen der letzten Heimspiele anknüpfen können.
Was die Ausgangslage vor dem Kellerduell der Dritten Liga angeht, so könnte sie kaum dramatischer sein.
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22. Mär 10 |
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 Ratlosigkeit (Bild:holstein-forum.de) Und noch so eine Niederlage, die es wiederum schwerer macht, noch irgendwelche aufmunternde Worte zu finden. Sei es in Richtung Mannschaft oder Fans. Es ist nicht unbedingt die Tatsache, DASS Holstein wieder verloren hat, sondern das WIE. Dass Holstein um den Klassenerhalt bangt, mag vielleicht angesichts der "Prognosen" mancher Konkurrenztrainer oder der Zeitschrift Nordsport vor der Saison für den einen oder anderen überraschend sein, aber realistisch war das von Anfang an. Selbst Falko Götz gab als Saisonziel aus, die Mannschaft "ohne Tabellendruck" weiterentwickeln zu wollen. Der verheerende Eindruck, der derzeit die Runde macht: Die haben es schon aufgegeben, weil sie es nicht besser können.
So sicher wie das Amen in der Kirche ist in so einer Situation, dass die Frage gestellt wird, ob der Trainer noch der passende Deckel zum Topf ist. So ist bei KN-Online, wo bei den Leserkommentaren seit jeher das Gemecker überwiegt - laut einer Umfrage nur noch jeder fünfte davon überzeugt. Im Holsteinforum findet man unter der Überschrift "Countdown bis Montag 12 Uhr" die Forderung nach einem raschen Trainerwechsel. Ob man mit einem neuen Trainer (Fröhling?) eher den Klassenerhalt schaffen würde - der Schreiber tappt hier - wie viele andere wohl auch - im Dunkeln. Was aber definitiv Quatsch ist an dem Countdown: Trainerwechsel werden bei Holstein montags gegen 16 Uhr (Neubarth, Vollmann) oder später (Böger 17 Uhr, Fröhling 19 Uhr) bekanntgegeben. Aber Spaß beiseite: In der guten Tradition des Aufstiegcountdowns in der letzten Saison gibt es auf holstein-block.de wieder den einzig wahren Countdown, nämlich den für den Klassenerhalt.
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19. Mär 10 |
 Wenig Frühlingsgefühle im Hinspiel - aber drei Punkte! "Frühling läßt sein blau-weiß-rotes Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Stadionwurstdüfte
Streifen ahnungsvoll das Land"
So in etwa beginnt Eduard Mörikes Lehrplan-Evergreen zur Jahreszeit, die dieses Jahr am Samstag um 18:32 MEZ starten soll - zumindest kalendarisch. Am Donnerstag konnte man in Kiel Sonnenschein bei knapp 15 Grad (plus!) genießen. Wirkliche Frühlingsgefühle kommen bei einem Spaziergang durch die Stadt aber noch nicht auf, denn der weggetaute Schnee ließ ein semi-appetitliches Gemisch aus Zigarettenkippen, Streusand, explodierten Sylvesterböllern und Fiffies Tretminen zum Vorschein kommen.
Ähnlich die Situation bei der KSV nach dem 0:0 gegen Offenbach: Ein erster Hoffnungsschimmer, dass es wieder besser wird, die Hinterlassenschaft des Winters in Form eines Abstiegsplatzes verhagelt einem aber weiterhin die Laune.
Ob es schlechte Laune, Frühjahrsmüdigkeit oder das Verbot hochprozentiger Alkoholika war, das den von der Supside organisierten Fanbus nach Heidenheim mangels Beteiligung scheitern ließ, lässt sich wohl nicht beantworten. Dass Heidenheim oder Sandhausen mit dem Bus nach Kiel fuhren, umgekehrt Kiel mitten im Abstiegskampf nicht einmal einen Bus in Gegenrichtung voll bekommt, ist aber mit Gewissheit peinlich.
Vielleicht schaffen es dieses Mal stattdessen die Spieler, die Ehre der Kieler zu retten?
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17. Mär 10 |
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 Keine Jubelstürme, aber ... "Heute muss ein Dreier her!" - Über mangelnde Anteilnahme der Kieler Bevölkerung kann sich die KSV nicht beklagen, wenn man schon als Schalträger beim Fahrscheinkauf ungefragt vom Busfahrer eine treffende Analyse zum bevorstehenden Heimspiel erhält. Der etwas bescheidene Zuspruch von nur 3333 Zuschauern wird wohl dem Anstoßtermin mitten in der Woche mehr geschuldet sein als den drei sportlichen Misserfolgen in den Spielen zuvor. Und auch im Landeshaus soll die sportliche Lage der KSV Thema sein: Angeblich soll seitens der dortigen Opposition ein Bonmot kursieren, der besagt, dass die Landesregierung so erfolgreich arbeite "wie der Sturm von Holstein Kiel". Leider ist diesem Spruch auch nach dem Offenbach-Spiel nicht die Basis entzogen worden. Aber immerhin würde eine Retourkutsche nicht mehr funktionieren, dass sich der Oppositionsführer hinten so viele Dinger einfängt wie die Abwehr von Holstein Kiel - immerhin!
Dabei muss man ganz klar sagen, dass die 90 Minuten im Holsteinstadion sicherlich spannender waren als die Landespolitik - was ja in Schleswig-Holstein schon etwas heißen soll.
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15. Mär 10 |
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 Zur Einstimmung: Kieler Jubel auf dem Bieberer Berg, 22.8.09 "Mir ist egal was mit dem Verein passiert - ich will aber endlich wieder Fußball gucken, Stadionwurst essen und Bier trinken!" - selbst an des Schreibers besserer Hälfte, der es ziemlich gleich ist, ob Holstein in der Champions League oder Kreisklasse A spielt, sind 94 Tage ohne Heimspiel nicht spurlos vorbeigegangen. Wie es dann dem eingefleischten Holstein-Anhang geht, muss man wohl auf einer Holstein-Fanseite nicht weiter ausführen. Zudem musste man in den letzten Wochen tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz punktet und Holstein immer tiefer rutscht. Lediglich den Spott gibts umsonst: "Willst Du Holstein oben sehn, musst Du die Tabelle drehn".
Lediglich die 20 Auswärtsfahrer, die Holstein im Februar in die Burghausener Polarnacht begleiteten, durften in diesem Jahr einen Holsteiner Erfolg bejubeln - während manch einer im Extremfall drei(einhalb!) Touren ohne Erfolgserlebnis hinter sich hat.
Die Nerven liegen teilweise blank - von den maximal 42 Punkten, die Holstein theoretisch in 14 verbleibenden Spielen holen könnte, sollten mindestens 25 tatsächlich geholt werden, um am Ende sicher über dem Strich zu sein. Das ist alles andere als einfach - aber eben auch nicht unmöglich.
Umso wichtiger, dass die Mannschaft gerade bei den Heimspielen die volle Unterstützung des zwölften Mannes erhält - lautstark, bedingungslos und mit der Leidenschaft, die wir auch von den Spielern auf dem Platz verlangen. 94 Tage lang lag der legendäre "Holsteingeist" in Ketten. Höchste Zeit, den unfreiwilligen Winterschlaf zu beenden!
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| | Ergebnisse 71 - 80 von 252 |
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Regionalliga Nord 2011/2012
| 1 |
Holstein |
18 |
41 |
+28 |
| 2 |
Red Bull |
17 |
39 |
+23 |
| 3 |
Halle |
18 |
39 |
+15 |
| 4 |
Hannover 96 |
17 |
25 |
-3 |
| 5 |
Hertha BSC 2 |
17 |
25 |
-10 |
| 6 |
TSV Havelse |
17 |
24 |
+5 |
| 7 |
VFC Plauen |
17 |
23 |
-2 |
| 8 |
Berliner AK |
17 |
22 |
-2 |
| 9 |
Hamburg 2 |
16 |
21 |
+5 |
| 10 |
Halberstadt |
17 |
21 |
+2 |
| 11 |
Meuselwitz |
17 |
21 |
-11 |
| 12 |
Wolfsburg II |
17 |
20 |
0 |
| 13 |
St. Pauli II |
16 |
19 |
-5 |
| 14 |
Wilhelmshvn |
17 |
18 |
-5 |
| 15 |
Magdeburg |
17 |
17 |
-5 |
| 16 |
VfB Lübeck |
17 |
17 |
-8 |
| 17 |
SV Meppen |
17 |
17 |
-8 |
| 18 |
Cottbus II |
17 |
14 |
-19 |
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