Autor: n.h.
Ziemlich ungewöhnlich, aber auch nicht wirklich unsympathisch, war der Auftritt Thorsten Gutzeits am Donnerstagmittag um 12:46 vor den Pressevertretern, die bereits seit einer Viertelstunde auf den Hauptdarsteller gewartet hatten: Mit rotem Kopf, verschwitzt und vermutlich noch stark erhöhtem Puls kam der Kieler Coach direkt vom Trainings-Auslaufen in den Besprechungsraum der KSV-Geschäftstelle und entschuldigte seine Verspätung damit, dass er sich nach dem Hertha-Spiel körperlich abreagieren musste und dabei die Zeit vergessen habe.
Frustbewältigung war dann auch ein Hauptthema im folgenden Pressegespräch.
In der Rückschau auf die vergangenen Spiele gegen Plauen und Hertha II sah Gutzeit im Vergleich eine Steigerung in Berlin, da man viele Fehler vermieden habe und beispielsweise auch nicht wie gegen Plauen zu früh einen Gang rausgenommen habe. Andererseits habe man aber in Berlin "4-5 100%-ige Torschancen ausgelassen", was dann im Zusammenspiel mit Schiedsrichterentscheidungen, bei dem sich das Team ungerecht behandelt gefühlt habe, "mehr als ärgerlich sei".
Wenn es schon nicht gegen Berlin geklappt habe, den Frust und die Enttäuschung der vorangegangen Spiel wie gegen RB, Wolfburg oder eben Plauen in etwas Zählbares zu verwandeln, "dann muss jetzt halt Cottbus dran glauben".
Ein gewisses Verständnis zeigte Gutzeit für einzelne Unmutsäußerungen während des Plauen-Spiels, erwähnte aber auch ausdrücklich, dass die Fans aus der Fankurve lange versucht hätten, die Mannschaft positiv nach vorne zu treiben.
So hofft auch der Schreiber, dass gegen den Tabellen-Sechzehnten sowohl Fans als auch Mannschaft so richtig die Sau rauslassen und mit einem pädagogisch wertvollen 3:0 den Dauernörglern unter den KN-Online-Kommentatoren mal so richtig das Maul gestopft wird.
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