Autor: n.h.
 Kein Genuss: Das Hinspiel Neun Spiele vor Ende der Saison ist die Wahrscheinlichkeit, dass Holstein den Klassenerhalt schafft, bei 7 Punkten Abstand zum rettenden Ufer gering. Vor dem Hintergrund, dass vor der Saison teilweise unrealistische Erwartungen geweckt wurden und der sportliche Ertrag in einem Missverhältnis zum betriebenen Aufwand steht, ist verständlich, dass beim blau-weiß-roten Anhang die Suche nach den "Schuldigen" im vollen Gang ist. Sicherlich wird es auch auf dieser Seite dazu eine oder mehrere Meinungen geben, wenn die Saison beendet ist. Bis dahin schließt sich der Schreiber dieser Spielvorschau jenem Statement - sinngemäß irgendwo im Holsteinforum - an, dass man sich auf jeden Fall noch über ein paar Wochen Dritte-Liga-Fußball freuen sollte. In diesem Sinne sei auch darauf verwiesen, dass die Supside Busse nach Sandhausen und Aue organisiert hat - eine vielleicht einmalige Gelegenheit, diese Touren jemals als KSV-Fan machen zu können. Sollte wider Erwarten doch noch ein Wunder geschehen - umso besser!
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Heimspiel gegen Wehen-Wiesbaden. Man darf damit rechnen, dass die KSV auf heimischen Boden wieder eine kämpferisch gute Leistung abliefert und vielleicht mit etwas mehr Glück als sonst drei Punkte holt. Im Gästeblock werden immerhin gut 130 Gästefans erwartet, die dank finanzieller Beteiligung des SVWW per Bus anreisen und ihren Club im Abstiegskampf unterstützen werden. Sollten Kieler Mannschaft und Fans mitspielen, könnte das ein netter Ostersamstag-Nachmittag werden...
Während die Akteure auf Kieler Seite bemüht sind, via Vereinshomepage noch so etwas wie einen Funken Zuversicht zu vermitteln, ist in der Wiesbadener Presse von einem "brutalen Fight" die Rede. Rein statistisch muss man von einem klaren Vorteil für Wehen sprechen, hat man doch aus den letzten vier Spielen 10 Punkte geholt, während man auf Kieler Seite seit acht Spielen auf einen Dreier wartet. Allerdings ist man aber auch seit September 2009 ungeschlagen vor heimischem Publikum.
Laut Vorbericht auf holstein-kiel.de soll sich die Personalsituation nach überstandener "Grippe-Epidemie" deutlich gebessert haben, zudem sollen U23-Spieler in den Kader aufrücken und Thorsten Rohwer als "Hoffnungsträger" in der Startelf stehen. Vermutlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, die deprimierende Tabellensituation völlig auszublenden und das Spiel einfach für sich zu sehen. Je besser dieses gelingt, so tippt der Schreiber, um so mehr wird man sich über einen Kieler 2:1-Sieg freuen können, der maßgeblich von Akteuren erkämpft wird, die auch in der nächsten Saison in blau-weiß-rotem Dress auf dem Platz stehen werden.
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