Autor: n.h.
 Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste Man will ja ein anständiger und zuvorkommender Gastgeber sein. Und deswegen sollten die Gäste aus Wuppertal fairerweise gewarnt werden: Bei den Kieler Spielern grassiert gerade eine fiese Magen-Darm-Grippe. Wie die Kieler Nachrichten berichteten, musste Fiete Sykora als Bankdrücker während des Unterhaching-Spieles vier Mal auf den Pott. Und aktuell stehen bei Holstein eigentlich nur diejenigen auf dem Platz, die einerseits halbwegs aufrecht stehen können, andererseits nicht schnell genug waren, um bei "Drei!" auf die nächste Toilette zu flüchten. Man sollte sich also von diesen Virenschleudern lieber fern halten und den Körperkontakt meiden. Und kämpfen wird sowieso kein Kieler Spieler mehr, weil die Saison eh schon abgehakt und genug Kohle auf dem Konto ist. Sollte man also schmutzige Holsteiner Hosen sehen, dann hat das weniger damit zu tun, dass der Platz nach den starken Regenfällen in der Freitagnacht ordentlich matschig ist und durch aggressives Kieler Forechecking durchpflügt wird. Sondern eher damit, dass man als Spieler auf dem Platz eben nicht die Möglichkeiten hat wie ein Sykora auf der Bank.
"Holstein hofft auf dreckiges Lebenszeichen" übertiteln die KN ihren letzten Vorbericht entsprechend. Die wenigen Kieler Zuschauer, die dafür bezahlt werden, sich das Elend noch anzuschauen, werden vermutlich "bloß nicht!" denken und bei den Wuppertaler Gästen sollten die Alarmglocken endgültig schrillen, dass man hier nicht sehenden Auges in die "Virus-Falle" tappt und den Klassenerhalt verspielt.
Die Gäste aus NRW könnten stattdessen lieber den Samstagabend dazu nutzen, um Teambuilding zu betreiben und in der Kieler Gastronomie den 5:3-Erfolg gegen Bayern zu feiern und um dabei entspannt die SommerZeit zu vergessen. Der Sieg gegen Kiel ist ja eigentlich nur noch eine Formsache. Und man sollte sich auch nicht von solchen Aussagen wie von Christian Wück im Pressegespräch am Freitag blenden lassen, dass er beim Spiel gegen Unterhaching erstmals das Gefühl gehabt habe, hier sei eine Mannschaft als "Holstein Kiel" aufgetreten. Und dass man "mehr agiert, als reagiert" habe und nun noch gegen Wuppertal "eine Schippe drauf legen" wolle.
"Wir müssen Kiel jetzt richtig unten reinschießen" fordert Wuppertals Ersatztorwart Sascha Samulewicz im Interview mit reviersport.de. Ein völlig überflüssiger Hinweis, denn Kiel hat sich ja schon selbst da unten reingesch"o"ssen. Wenn der Wuppertaler SV sämtliche Ratschläge von holstein-block.de befolgt, sollte es mindestens ein 5:3-Sieg wie im Hinspiel werden, wahrscheinlicher wäre aber ein 6:1. Was ansonsten droht, hat Christian Wück bereits am Freitag angedeutet: "Es ist mir egal, ob wir ein dreckiges 1:0 nach katastrophaler Leistung machen ... wir müssen gewinnen!“
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