Autor: n.h.
 Herrlich grüner Rasen im Hinspiel. "Ihr habt jetzt noch 2 Tage Zeit, um nach Ingolstadt zu fahren!" - Der Aufforderung des holstein-block.de-Lesers Christian Wück auf dem Fanabend am Mittwoch, die Burghausen-"Platzkommission" möge doch wieder vorher das Ergebnis auf leerem Platz ausspielen, würde man ja gerne nachkommen. Allerdings haben zwei der damaligen Mitreisenden keinen Junggesellenstatus mehr und dürfen demnach nicht mehr ganz soviel Blödsinn anstellen. Und überhaupt: Die Platzkommission kann ja auch nur dann tätig werden, wenn ein Spiel ausfällt. Und derzeit sieht es sehr danach aus, als könnte Holsteins 1. Herren das erste Mal in diesem Jahr unter regulären Bedingungen spielen.
Stattdessen wird sich dann am Samstag unter anderem ein von der Supside organisierter Bus Richtung Süden in Bewegung setzen, der auch noch ein paar Platze frei hat (Infos hier!). Bemerkenswerterweise auch mit klaren Regeln, was Hochprozentiges angeht, das im Bus nicht zu suchen haben wird - ein absolut konsequenter und begrüßenswerter erster Schritt, damit auch "Ottonormalfan" wieder Lust auf gemeinsame Anreisen bekommt und vielleicht irgendwann mal wieder an Sonderzüge gedacht werden kann.
Richtig auf die Kacke hauen kann man nämlich auch an spielfreien Wochenenden - die Mannschaft hat es laut Zeugenberichten am vergangenen Samstag im Kieler Nachtleben vorgemacht. Quasi als Teambuilding-Maßnahme mit Genehmigung des Trainers.
Ob die Spieler nach der Partie gegen Ingolstadt 04 zumindest das eine oder andere "Herrnbräu" antesten dürfen, wird vielleicht eine Frage des Ergebnisses sein. Und da ist es keinesfalls ausgemacht, dass nach Burghausen gegen die "Schanzer" ein weiterer Auswärts-Dreier eingefahren wird.
Denn die Ingolstädter Bilanz der letzten fünf Spiele ist beeindruckend: Zwar holte man nach der Winterpause zu Hause gegen Osnabrück mit etwas Pech nur ein torloses Unentschieden. Wiesbaden und Aue wurden aber vor der Winterpause jeweils mit 5:1 vor heimischem Publikum demontiert.
Und auch in der Vorbereitung auf das Spiel gegen die KSV ließ man sich nicht lumpen und trainerte am spielfreien Wochenende auf "echtem" Rasen in einem Salzburger Stadion, das nach einer nach einer überteuerten Plörre mit Gummibärchengeschmack benannt ist. Zuletzt konnte man bereits auf dem freigeräumten heimischen Grün trainieren. Auf Kieler Seite kann man stattdessen nur auf Trainingseinheiten auf dem Kunstrasenplatz in Projensdorf zurückblicken.
Beide Teams können personell praktisch aus dem Vollen schöpfen, lediglich hinter Patrick Nagel soll laut Vorbericht auf KIELerLEBEN.de aufgrund einer Trainingsverletzung ein Fragezeichen stehen. Und während man sich beim Hinspiel in Kiel vereinsseits alle Mühe gab, die Holsteinfans gegen sich aufzubringen und ein "Wir!-Gefühl" zu verhindern, so kann nach dem grandiosen Burghausen-Sieg vielleicht auch ein wenig Rückenwind vom erfolgreichen Fanabend mit auf die Fahrt ins Grüne genommen werden.
Nahezu ideale Bedingungen eigentlich, um einen Sieg einzufahren und die Siegesserie weiterzuführen. So wäre das jedenfalls bei anderen Vereinen - aber nicht bei Holstein. Denn genau dann, wenn bei Holstein wieder über Erfolge geredet wird, kommt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ein Dämpfer. Datt is einfach so! Da im Training mittlerweile ordentlich Buden gemacht werden, tippt der Schreiber dieses Mal, dass immerhin zwei Auswärtstore zu sehen sein werden. Bei vier Ingolstädter Toren wird das aber nicht reichen, um nicht sehr ernüchtert die 800km Rückreise anzutreten.
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