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24. Spieltag: Holstein Kiel - Offenbacher Kickers

94 Tage in Ketten

15. Mär 10
 

Autor: n.h.

Holdtein Kiel vs. Kicker Offenbach
Zur Einstimmung: Kieler Jubel auf dem Bieberer Berg, 22.8.09
"Mir ist egal was mit dem Verein passiert - ich will aber endlich wieder Fußball gucken, Stadionwurst essen und Bier trinken!" - selbst an des Schreibers besserer Hälfte, der es ziemlich gleich ist, ob Holstein in der Champions League oder Kreisklasse A spielt, sind 94 Tage ohne Heimspiel nicht spurlos vorbeigegangen. Wie es dann dem eingefleischten Holstein-Anhang geht, muss man wohl auf einer Holstein-Fanseite nicht weiter ausführen. Zudem musste man in den letzten Wochen tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz punktet und Holstein immer tiefer rutscht. Lediglich den Spott gibts umsonst: "Willst Du Holstein oben sehn, musst Du die Tabelle drehn".
Lediglich die 20 Auswärtsfahrer, die Holstein im Februar in die Burghausener Polarnacht begleiteten, durften in diesem Jahr einen Holsteiner Erfolg bejubeln - während manch einer im Extremfall drei(einhalb!) Touren ohne Erfolgserlebnis hinter sich hat.
Die Nerven liegen teilweise blank - von den maximal 42 Punkten, die Holstein theoretisch in 14 verbleibenden Spielen holen könnte, sollten mindestens 25 tatsächlich geholt werden, um am Ende sicher über dem Strich zu sein. Das ist alles andere als einfach - aber eben auch nicht unmöglich.

Umso wichtiger, dass die Mannschaft gerade bei den Heimspielen die volle Unterstützung des zwölften Mannes erhält - lautstark, bedingungslos und mit der Leidenschaft, die wir auch von den Spielern auf dem Platz verlangen. 94 Tage lang lag der legendäre "Holsteingeist" in Ketten. Höchste Zeit, den unfreiwilligen Winterschlaf zu beenden!

Dabei siehts vor der diesjährigen Heimpremiere gegen Offenbach alles andere als gut für Holstein aus: Offenbach hat seit vier Spielen kein Tor mehr kassiert, wobei zwei Nullnummern gegen Braunschweig und insbesondere Regensburg als Rückschläge im Aufstiegskampf wahrgenommen wurden. Das auswärtsstärkste Team der Liga will mit aller Gewalt Boden in Kiel gut machen. Auf Kieler Seite fehlen Stammkräfte wie Benjamin Schüßler und Peter Schyrba verletzungsbedingt, Christian Jürgensen ist wegen gelb-rot in Jena gesperrt.

Zudem waren in den letzten Spielen Defizite bei den Standardsituationen besonderers deutlich geworden. Trainer Christian Wück wiederholte im Pressegespräch am Freitag seine Kritik an den "Schüsschen & Eckchen", sprach aber auch davon, dass man dies seit Wochen im Training zu beheben versuche. Der Analyse seitens der Kieler Nachrichten, dass Kiel im Abstiegskampf "zu schön" spiele, statt auf Rubustheit und einfachere Mittel zu setzen, entgegnete Wück in Abwesenheit der KN-Schreiber robust und einfach: "Das ist Quatsch!"

So werden am Dienstagabend sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen einfache Wahrheiten zählen. Am Spielfeldrand sollte man sich zur Einstimmung an das letzte Flutlichtspiel erinnern (Stuttgart, 2:0 Heimsieg), den Spielern kann man gerne das Hinspiel mit Stimmen aus dem Offenbacher Forum ins Gedächtnis zurückrufen:

"Respekt an eine Auswärts extrem stark auftretende Kieler Truppe." - "Das war mit Abstand die beste von den drei Mannschaften, die bisher in OF gespielt haben." - " ... überraschend starker gegner!... kiel hätte auch höher gewinnen können." - "Kiel hat das gezeigt, was ich eigentlich vom OFC erwartet hätte: früh stören, mutig nach vorne spielen, dem Gegner keine Atempause lassen." - "Kiel hat von Anfang an Gas gegeben, gepresst, und schwupp - wie in Dortmund - fällt uns gar nichts mehr ein." - "Was mich wirklich irritierte, das ist, daß Kieler durchaus verdient die Punkte mitgenommen hat. Die wirkten auf mich geistig frischer, beweglicher, in vielen Szenen den entscheidenden Tic schneller und/oder entschlossener." - "Kiel im Stil einer Heimmannschaft mit forecheking und doppeln der Gegner, starker Auftritt der Sprotten." - "Stark waren bei den Kielern vorallem die Außenverteidiger die unheimlich Dampf gemacht haben und der 17er [Sembolo] im Sturm." - "Deren Stürmer haben gut agiert einem vom Typ Sykora koennte ich mir auch gut bei uns vorstellen." - "Breite Brust nach einem 4:0 ist ja gut und schön, aber so klarauf Sieg zu spielen muss man auch wollen - und da scheinen sie weiter zu sein als die Kickers."

Holstein-block.de-Tipp: Stadionwurst, Glühwein, 3:2 Kiel

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Berliner AK 33  44  -2
Meuselwitz 33  44  -11
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11  SV Meppen 33  37  -18
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13  Cottbus II 33  36  -24
14  VfB Lübeck 33  35  -7
15  Halberstadt 33  34  -6
16  Wilhelmshvn 33  34  -8
17  St. Pauli II 34  32  -29
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