Autor: n.h.
 Konnten im Hinspiel jubeln: Jahn-Fans in Regensburg (Bild:gegengerade-kiel.de) Woran liegts? Am Ende der Hinrunde der ersten Drittligasaion findet sich der von Konkurrenztrainern oder der Zeitung "Nordsport" ernannte "Geheimfavorit" Holstein Kiel auf einem Abstiegsplatz wieder.
Stimmt die Einstellung der Mannschaft nicht? Haben die mittlerweile drei Trainer versagt? Mangelt es an spielerischer Qualität im Kader? Ist die Mannschaft einfach nicht drittligareif? Würde man derzeit zehn Holsteinfans nach Gründen fragen, würde man vielleicht zwanzig Meinungen hören. Wobei auch daran erinnert sei, dass manch Laie mit realistischeren Ansprüchen in die Saison ging als manch sogenannter Experte.
Am Donnerstag hatte Trainer Wück auch im Rückblick auf die Niederlage gegen den Tabellenletzten Dortmund wenig Neues zu erzählen: Mangelhafte Chancenverwertung. Selbst im Training fallen zu wenig Tore. Spielerisch sei der Mannschaft auch nach einer Videoanalyse kaum ein Vorwurf zu machen. Um die Qualität des Kaders zu erhöhen, habe man generell die beiden Möglichkeiten, entweder den Kader weiterzuentwickeln oder Neuverpflichtungen vorzunehmen. Bei letzterem steht derzeit der norwegische Testspieler Tore Andreas Gundersen unter Beobachtung, der ins Wücksche System passen würde. Für eine abschließende Einschätzung sei es aber noch zu früh.
Was den kommenden Gegner Jahn Regensburg angeht ("Team mit Disziplin, das schnell umschalten kann"), so muss man sich denn mit Blick auf die vergangene Hinrunde fragen, ob die Oberpfälzer gut genug sind, dass Holstein sie schlagen kann. Richtig gelesen: Je besser das gegnerische Team, umso höher die Wahrscheinlichkeit für einen Holsteiner Sieg.
Was sich genauso absurd anhört, wie Rekord-Schulden mit einer Rekord-Kreditaufnahme zu bekämpfen, hat einen realen Hintergrund: Aus der gesamten Liga hat Holstein die beste Bilanz (hinter Braunschweig) gegen die vier aktuellen Spitzenteams. Regensburg ist aktuell zwar nur auf Rang Sieben, aber immerhin das Team mit der viertbesten Auswärtsbilanz. Geht da also was?
Zudem muss Jahn auf zwei Stammspieler gelbgesperrt verzichten, während bei Holstein mit Tim Jerat und Peter Schyrba zwei Leistungsträger wieder dabei sind. Verletzt werden nach wie vor Hoffmann, Heider, Stier und Sykora fehlen, zudem wird Michael Frech wieder den mit Grippe flachliegenden Simon Henzler im Tor ablösen. Was Fiete Sykora angeht, so macht der Genesungsprozess Fortschritte und es ist laut Wück damit zu rechnen, dass er in der Rückrunden-Vorbereitung wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen wird.
Bis dahin heißt es für Sykora "kleine Plätzchen zu backen", denn im Rahmen einer PR-und Benefiz-Aktion mit Medienpartner RSH hatten u.a. Sykora und Stier Plätzchen mit Kindern gebacken, die zum Regensburg-Spiel im Fanshop für einen guten Zweck verkauft werden. Was besonders den vielleicht 50 erwarteten Gästen aus dem Süden ans Herz gelegt sei. Nicht nur, weil es sowieso nach wie vor keine Fischbrötchen im Gästebereich und sonstwo im Stadion gibt, sondern weil es eben auch sonst nix zu holen gibt in Kiel. Denn am Ende wird das Team gewinnen, das mit Unterstützung des zwölften Mann das Schlammcatchen am Westring am engagiertesten betreibt. Holstein-Block.de tippt dieses Mal, dass ein in jeder Hinsicht dreckiger Dreier mit einem Holsteiner Tor gefeiert wird.
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