Autor: n.h.
"Gegen einen ehemaligen Zweitligisten ist das ja auch ein Top-Spiel!" - Man kann nicht behaupten, dass der Überraschungssieg in Chemnitz einen negativen Einfluss auf die Stimmung der Presseleute beim donnerstäglichen Gespräch in der KSV-Geschäftstelle gehabt hätte. So machten dann vor Eintreffen von Trainer Gutzeit Witzeleien die Runde, warum denn die Beteiligung dieses Mal größer als gewöhnlich war (neben KN, RSH und "Block" waren noch zwei Jungs mit einem Mikro da) oder wie man die Aussage, dass Holstein immer für eine Überraschung gut sei, in Hinblick auf das kommende Heimspiel gegen den TSV Havelse interpretiert: Denn wenn der niedersächsische Tabellensechzehnte gewinnen würde, wäre das normalerweise (also bei normalen Vereinen) eine Überraschung ... aber wäre es nicht anders herum eine Überraschung, wenn Holstein mal wieder ein Heimspiel gewinnt?
Der Schreiber von der Tageszeitung hatte die wirklich blendende Idee, dass Holstein nur damit überraschen könne, wenn 4:0 gewonnen würde.
Und auch Thorsten Gutzeit schlug anschließend in die gleiche Kerbe: Das Heimspiel gegen Havelse sei "schwieriger" als die Auswärtspartie gegen Spitzenreiter Chemnitz, wo man nichts zu verlieren gehabt habe. Havelse habe zwar keine Vollprofi-Bedingungen und demnach auch Schwierigkeiten, ein Spiel über 90 Minuten mitzuhalten, verfüge allerdings über "2-3 Spieler, die ein Spiel entscheiden können".
Wobei es auf Holsteiner Seite personell derzeit aufwärts geht: Lediglich Tim Wulff sei noch dauerverletzt, ansonsten sind Akteure wie Benjamin Schüßler oder Fynn Gutzeit wieder ins Training eingestiegen. Hinter dem laut Gutzeit derzeit formstarken Christian Jürgensen, der sich in Chemnitz beim "Pfostenkuss" eine Prellung zuzog, ist allerdings ein kleines Fragezeichen, da er sehr wichtig für die Mannschaft sei und somit ein Einsatz riskant sei, wenn er nicht körperlich bei 100% sei.
Bedauernd stellte Gutzeit fest, dass es im Holsteinstadion schnell passiere, dass Unmut von der Tribüne geäußert wurde, wenn es mal nicht so gut laufe, nahm dabei aber ausdrücklich die "Fanecke hinterm Tor" aus, die in dieser Saison eine gute Unstützung leiste.
Ob aus der "Wundertüte Holstein" für diese Fans mal ein Heimsieg als Belohnung gezaubert wird? Der Schreiber tippt, dass Holstein seiner Linie treu bleibt und genau das tut, womit niemand rechnet. Nämlich Havelse souverän mit 4:0 nach Hause zu schicken.
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