Autor: n.h.
 Noch unfröhlich: Torsten 'ohne H' Fröhling am Donnerstag. "Die Mannschaft soll ihren Job machen und Spaß haben" - den Worten des neuen, vielleicht auch längerfristigen Trainers der 1. Herren, Torsten Fröhling, ist hinzuzufügen: Wenn sich die Mannschaft an diesen schlichten Rat hält, dann wird das Publikum gegen Heidenheim auch seinen Spaß haben und seinen Job machen. Nämlich lautstark die Mannschaft unterstützen.
Es ist eigentlich völlig egal, gegen wen Holstein am Samstag spielt. Selbst wenn der Gegner Heeslingen, Oberneuland oder Cottbus 2 hieße, würde man mit einer besonderen Spannung das heilige Rechteck am Westring betreten, um live mitzuerleben, wie sich die Mannschaft schlägt. Wird es ein befreites Aufspielen geben, wie auf Heidenheimer Seite befürchtet? Wird die Mannschaft angesichts vieler Verletzter und mangelnder taktischer Vorbereitung wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen durch die Gegend laufen? Und wie wird die Mannschaft vom Publikum empfangen?
"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne": Das vielleicht abgegriffenste Zitat der Weltliteratur zum Thema Neuanfang (von einem an sich sehr empfehlenswerten Schriftsteller) sei an dieser Stelle einigermaßen phantasielos auf den Markt geworfen. Die Überschrift dieser Spielvorschau gefiele demgegenüber wesentlich besser, wenn, ja wenn man am Samstag gegen 15:45 das Fragezeichen durch ein Ausrufezeichen ersetzen könnte. Pünktlich zum Herbstanfang.
Die Vorraussetzungen für einen Heimdreier sind leider nicht optimal: Mit Heidenheim reist der bislang bestplatzierte Aufsteiger an die Förde, der auswärts schon bei Aue siegte und in Osnabrück beinahe für eine kleine Sensation gesorgt hätte. Auf Kieler Seite fehlen wichtige Akteure wie Sven Boy, Fiete Sykora oder wahrscheinlich auch Michael Frech verletzungsbedingt. Torsten Fröhling sprach am Donnerstag davon, dass er die Mannschaft generell für drittligatauglich und gut zusammengestellt halte - eine festere Bindung zur ersten Herrenmannschaft habe es für den bisherigen U23-Trainer bis dato aber noch nicht gegeben. Uns so waren zunächst Gespräche mit der Mannschaft und Analysen auf der Agenda. Dass Fröhling, dessen Weggang in Altona fanseits überwiegend bedauert wurde, innerhalb weniger Tage Berge versetzen kann, kann wohl niemand erwarten.
Aber vielleicht die Mannschaft? Der Schreiber hofft, dass einen Mischung aus aufgestautem Frust und die Erwartung eines besseren Betriebsklimas Flügel verleiht. Da sich Holstein aufgrund Unkonzentriertheiten hinten zwei Dinger einfangen wird, werden es vorne drei Tore sein, die in einem spannenden Kampfspiel lediglich bei den gut 50 Gästen von "irgendwo da unten" Herbstgefühle aufkommen lassen werden.
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